Der Bericht: zweiter Versuch: Heute bot sich dem deutschen Team bei
Nieselregen und Windstärke 3 erneut die Möglichkeit ihr seglerisches Können
unter Beweiß zu stellen. Wer bisher dachte deutsche Cadets werden durch die
Schwerkraft auf die letzten 10 Plätze zurückgezogen, wurde heute eines besseren
belehrt. Unter aktiver Mitarbeit von Hanna W., David H., Soentke B. und ihren
Fockmaten (belgisch für Vorschoter) entwickelte das deutsche Team endlich die
langersehnte Erfolgsformel für Weltmeisterschaften und große Regatten. Was wir
Malte Philipp (ISBN 3-7688-1602-8) lange nicht glauben wollten: “Bei Pulkbildung
oder Black-Flack (was bei den World’s beides zutraf) wird die durch den Wind
bevorteilte Startseite automatisch zur benachteiligten.” hat sich denn doch als
wahr bewiesen. An der ersten Wendemarke konnte H. Weber als erstes deutsches
Boot seit sehr langer Zeit (wir wollen uns mit unserem beschränkten Wissen nicht
zu weit aus dem Fenster rauslehnen, aber vielleicht auch überhaupt) das gesamte
Feld hinter sich lassen. Auch D. Henkel (5. Platz) und S. Blindow (7. Platz)
unterstrichen noch an Tonne 1 diese Erkenntnis. Auch wenn sie diese
ungewöhnlichen Platzierungen nicht ins Ziel fahren konnten, so hat doch das
deutsche Team endlich mal gesehen das wir weder langsamer noch weniger Höhe
fahren können. Da unsere Crews es bisher nicht gewohnt waren Spitzenplätze zu
verteidigen fehlte in ihrem umfangreichen Cadet-wissens-Fundus
Das dazu gehörige Themengebiet, und sie wurden ab Platz 16 abwärts verwiesen.
Die Promotion konnte zwar nicht mit so grundlegenden Erkenntnissen aufwarten
dennoch fuhren auch hier unsere Segler beachtliche Ergebnisse ein. Malte R. und
Kim Maye P. fuhren Konstant um Platz 40 herum. Anne B. und Raffi W. - R. blieben
leider wegen zwei OCS weit hinter ihren eigentlichen Platzierungen zurück. In
Sachen internationaler zwischenmenschlicher Kommunikation hat sich eine
Delegation aus SVAG und SVEG äußerst verdient gemacht, indem sie versucht haben
einer zufällig angetroffenen polnischen Jugendgruppe mit Händen und Füßen
Wikingerschach (Kubb) beizubiegen.
Dem Hafen in dem wir segeln wurde während wir auf dem Wasser waren
offensichtlich die Einfahrt verschließende Schranke entwendet. So wurde das
morgendliche Ritual des Türstehers ( auf den Pieper drücken) durch ein neues
(Aufstehen Kette lösen und herablassen) ersetzt. Der durchaus gelungene
holländischer Abend hat dem Tag eine orange Krone aufgesetzt.