Hier nun also die ersten News von der Insel an alle daheimgebliebenen....
Die Anreise:
Der Segelverein Güstrow und der RSC92 mussten Arbeitsbedingt später losfahren.
Der Kenterclub Siethen, der SV Einheit Güstrow und die Reriker haben sich
allerdings mit 4 Autos zusammengetan und am Freitag Abend auf zur WM gemacht.
Ganz England spricht von Regen...wir hatten ihn. Allerdings in Antwerpen. Es hat
geschüttet wie aus Eimern, doch die 3 "normalen" PKW folgten unbeeindruckt den
verschwommen Lichtern des Gespanns der Reriker mit seinen 13m Länge, 3,5m Höhe
und 2,4m Breite. Normalerweise orientiert man sich auf der Straße anhand von
Fahrbahnmarkierungen. In Antwerpen hatten sie keine, oder wir haben sie nicht
gesehen...kan an den 3cm Wasser auf der Straße gelegen haben. Dank der
gesammelten 105PS des Führungsfahrzeuges kamen wir dennoch 2 Stunden zu früh an
der Fähre in Calais an. War aber kein Problem, wir wurden auf eine Fähre früher
gesteckt. Waren somit also bereits morgens um 7 (Achtung!!!Zeitverschiebung) in
Dover. Die nächsten 550 km auf der Insel sollten eigentlich ein Lacher sein.
Aber die britischen Staus belehrten uns eines besseren. Und die letzten 160km
über walisische Landstraßen gaben uns den Rest. (walisische Landstraße:
insgesamt 4m breit, links und rechts Hecken bzw. Mauern und ein recht
kurvenreicher Straßenverlauf worin sich sogar eine Schlange den Hals brechen
würde. Wir erinnern uns jetzt bitte noch mal an die Größe des Führungsgespanns)
Alles in allem haben uns die letzten 550km ca 12 Stunden gekostet...tolle Sache. Schnell in Hafen und Boote ab gestellt und zur Unterkunft. Gut, wir haben schon schlechter geschlafen, haben dann aber auch weniger bezahlt. Eigentlich also viel zu teuer. Der Rest vom Team traf einen Tag später ein. Inzwischen sind wir vollzählig anwesend. Und wir mussten feststellen, dass die Briten komischen Maße haben. Unser Team hat insgesamt 4 VW T5 Transporter hier und die Dinger passen in keine Parklücke.
Die ersten zwei Tage
Derzeit laufen die britischen Meisterschaften, an denen wir aber nicht
teilnehmen. Der erste Tag wurde lediglich zum Boote aufriggen etc genutzt, da
allen die Fahrt noch in den Knochen steckte. Heute (am 30.07/Montag) war also
das erste Training angesetzt. (so befahl Christian Köhn unser Teamcoach)
Doch der Tag begann richtig spitzenmäßig. Über Nacht wurde beim Nagelneuen VW T5
der Reriker, den sie vom Sponsor zur Verfügung gestellt bekommen haben ein
Reifen zerstochen. Doch scheint das nicht direkt gegen die Deutschen zu gehen,
denn bei 2 weiteren britischen Autos direkt in der Nähe wurden ebenfalls die
Reifen zerstochen. Die Kinder sind dennoch auf dem Wasser. Ich (Guido Moritz)
sitze derzeit hier in einer Nachbarstadt und warte auf den Rückruf der scheinbar
einzigen VW Werkstadt im Umkreis von 80.000km. Das Problem: Der Bus ist so
Nagelneu (ca. 2500km gefahren), dass der Reifentyp der darauf verbaut ist hier
in Großbritanien noch gar nicht erhältlich ist. Ein Glück werden bei VW aber
standardmäßig keine Reservereifen mitgeliefert. Derzeit fährt der VW Bus also
mit einem Viel zu großen Reifen von Olaf Hein durch die Gegend, da der Bus als
einziger unserer 4 Busse ein Reserverad hat.
Ich werde versuchen nachher noch etwas neues von den Seglern heraus zu bekommen....bis bald
Euer Team Germany von der Insel

An diesem wunderschönen Strand schreibe ich gerade meinen Bericht...

Die weißen Klippen von Dover