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Vom 27.-28. Juni veranstaltete der Kenterklub Siethen zum bereits zweiten Mal den Siethener See Pokal im Matchrace-Format.

Matchrace in der Cadetclass

Einmal im Jahr findet in der Cadetclass ein Regattawochenende der ganz besonderen Art statt. Angelehnt an das Matchrace, wie es seit Jahrzehnten im America’s Cup gesegelt wird, veranstaltet der Kenterklub Siethen e.V. den Siethener See Pokal im ähnlichen Format.

Im Matchrace segeln, anders als im Fleet-Race, immer nur zwei gegeneinander. Dabei geht es nicht darum den Kurs möglichst schnell abzusegeln sondern schlichtweg darum vor den Gegnern ins Ziel zu kommen. Wer es also schafft seine Gegner durch geschickte Manöver auszubremsen oder ihnen einen Protest anzuhängen, ist hier ganz vorn mit dabei. Da uns das aber zu langweilig ist, segeln bei unserem Matchrace immer 3 bzw. 4 Boote gegeneinander! Das hebt die Spannung, denn es ist deutlich schwieriger sich auf mehrere Gegner gleichzeitig zu konzentrieren.

Das System

Die Startreihenfolge der Vorrunden, entscheidet zunächst das Los. Je nach Platzierung in den Vorrunden treffen alle Teilnehmer in den Zwischenrunden auf neue Gegner. Die Sieger der Zwischenrunden qualifizieren sich direkt für das Halbfinale, während sich die Zweit-, Dritt und Viertplatzierten zuerst im Viertelfinale beweisen müssen. Die Besten der Viertelfinals sichern sich ebenfalls die Teilnahme am Halbfinale, aber auch die Zweitplatzierten haben noch eine Chance ins Finale zu kommen. Sie treffen nämlich im Hoffnungslauf, dem so genannten Runners Up, nochmals aufeinander. Wer hier siegt, qualifiziert sich direkt für das Finale, in dem er dann gegen die Sieger der Halbfinals antritt und eine faire Chance auf den Gesamtsieg hat. Das System sieht auf den ersten Blick sehr kompliziert aus. Hat allerdings einige Vorteile: Man fliegt erst relativ spät raus, was allen auch am Sonntag mind. ein Rennen garantiert. Außerdem kann man, wenn man in den Zwischenrunden bzw. Viertelfinalen in starken Gruppen landet bis zum Schluss dennoch durch das Runners up in Finale rutschen. Man kann also den kurzen direkten Weg gehen übers Halbfinale oder den langen beschwerlichen über den Runners Up.

Der Kurs

In unseren Matchraces wird üblicherweise ein Up-and-Down Kurs abgesegelt. Nach dem Start kreuzen die Boote zur Luvtonne und fahren dann Vorwind durch ein Tor, dem so genannten Gate. Welche Tonne am Gate gerundet wird, müssen die Segler nach Wind, eigener Position und Position der Gegner selbst entscheiden. Je nach Windstärke wird dieser Kurs ein- bis zweimal wiederholt, bevor der Zieleinlauf erfolgt. Die Wettfahrten sind mit einer Dauer von 15-20 Minuten sehr kurz, so dass schon die kleinsten Fehler den Sieg kosten können. Dies macht das Ganze jedoch besonders spannend und hilft den jungen Seglern Erfahrungen insbesondere im taktisch, durchdachten Segeln zusammen.


Matchrace 2009

In diesem Jahr siegte die Crew Pascal Helbig/Markus Müller vom Segelclub Zeuthen vor dem Vorjahressiegern Tobias Willmann/Anton Panse vom SCK und Flora Preisinger/Dorothea Wegner-Repke aus Rerik. Die vollständigen Ergebnisse gibt es hier. Durch Windmangel hatten die Veranstalter die Befürchtungen, nicht alle Wettfahrten wie geplant durchführen zu können. Doch dank verkürzter Kurse gelang dies am Ende dennoch. Vor allem der leichte und drehende Wind machte es in diesem Jahr den Teilnehmern schwer zu schaffen. Wir bedanken uns beim Veranstalter, dem Kenterclub Siethen, der nun bereits das zweite Jahr in Folge dieses tolle Event ausgerichtet hat. In diesem Jahr sorgte ein entsprechenden Rahmenprogramm inklusive "Schlagt die Trainer" (a.k.a. "Schlagt den Raab") und Karaoke dafür, dass auch wirklich jeder auf seine Kosten kommt. Wir freuen uns schon auf eine Widerholung im nächsten Jahr!

 
 
 
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